Was ist der Gerinnungseffekt und warum tritt er auf?
Heute sprechen wir mit dir über einen Effekt, den viele Kerzenmacher als „Gerinnung“ bezeichnen. Wir zeigen dir, was diesen Effekt verursacht und warum er auftreten kann.
Der „Gerinnungseffekt“ ist in Wirklichkeit kein Gerinnen. Was du siehst, ist ein vorübergehender Phasenwechsel, der auftritt, wenn eine kleine Menge Wachs von flüssig zu fest wird.
Warum passiert das?
Das Duftöl hat eine niedrigere Temperatur als das flüssige Wachs. Wenn das Öl dem Wachs hinzugefügt wird, kühlt es das umgebende Wachs ab, wodurch sich das Wachs von flüssig zu fest verändert. Da der Großteil des Wachses jedoch eine hohe Temperatur aufweist, schmilzt der kleine Wachsklumpen sehr schnell wieder.
Was solltest du tun?
Wenn du diesen „Gerinnungseffekt“ bemerkst, keine Panik! Dein Duftöl oder Wachs ist nicht verdorben. Rühr einfach um und beobachte, wie sich die Klumpen auflösen.
Lass uns experimentieren
Wir gingen ins Labor, um mit den Temperaturen von Duftölen zu experimentieren und führten drei Experimente durch, bei denen die einzige Variable die Temperatur des Duftöls war.
Versuch 1 – Erhitztes Öl
Wir haben ein Duftöl leicht erhitzt. Da das Öl eine höhere Temperatur hatte, fand keine Gerinnung statt.
Experiment 2 – Öl bei Raumtemperatur
Selbst das Öl bei Zimmertemperatur war kühl genug, um den Effekt auszulösen. Die Klumpen lösten sich jedoch schnell wieder auf.
Experiment 3 – Kühles Öl
Wir kühlten Duftöl im Kühlschrank und gaben es zum heißen Wachs. Dies zeigte eine noch stärkere Variante des Effekts. Die Klumpen lösten sich nach dem Umrühren schnell auf.
Zusammenfassung
Wenn du beim Herstellen von Kerzen einen „Gerinnungseffekt“ bemerkst, besteht kein Grund zur Sorge. Es handelt sich um eine rein vorübergehende Veränderung, die sich durch Umrühren schnell beheben lässt. Wir hoffen, dass wir deine Bedenken hiermit ausräumen konnten!